Bewerbung - das musst du wissen!
Optimales Timing
Die optimale Berufsvorbereitung beginnt bereits zwei Jahre vor dem Schulabschluss.
Die nächste Klassenarbeit steht in ein paar Tagen an und auch das Physik-Referat muss noch vorbereitet werden … wie soll man sich da auch noch mit seiner Zukunft beschäftigen? Bei dem Gedanken an das Leben nach der Schule kommt bei machen Schülerinnen und Schülern richtig Stress auf und das Thema wird gerne vor sich hergeschoben. Leider verbaut sich damit mancher die Chance auf einen guten Ausbildungsplatz, denn in vielen Unternehmen beginnt die Bewerbungsphase schon sehr früh.
In deinem letzten Schuljahr geht der Konkurrenzkampf um die begehrten Ausbildungsplätze dann so richtig los. Große Unternehmen, Banken und Versicherungen suchen oft schon 1 Jahr vor Ausbildungsbeginn nach geeigneten Auszubildenden. Hier heißt es schnell sein, denn die Bewerbungsfristen enden meist schon zum Jahresende.
Selbstverständlich werden Ausbildungsstellen das ganze Jahr lang angeboten, aber hier sollte dir bewusst sein, dass kurz vor Beginn eines neuen Ausbildungsjahres die besten Plätze weg sind und nur noch freie Plätze in eher unbeliebten Ausbildungsberufen zu bekommen sind.
Unser Tipp: Je früher du dich kümmerst, umso besser sind deine Chancen.
Facebook & Co. (Social Media in der Bewerbungsphase)
Facebook, Instagram & Co. sind aus unserem Leben kaum noch wegzudenken und fast jeder von uns nutzt diese Kanäle täglich. Die schönsten Bilder aus dem letzten Urlaub sind genauso in deinem Profil zu finden wie lustige Partybilder zu später Stunde? Sein Leben auf diese Art mit Freunden zu teilen macht jeden Tag auf's neue Spaß, aber es gibt Dinge, auf die du gerade in der Bewerbungsphase achten solltest.
Dass Personalabteilungen die sozialen Netzwerke der Bewerber überprüfen, ist längst kein Geheimnis mehr. Daher ist ganz wichtig, dass du dein Profil vor der Bewerbungsphase überarbeitest. Der einfachste Weg ist die Öffentlichkeit deiner Profile einzuschränken und festzulegen, dass nur noch dein Freundeskreis deine privaten Posts sehen darf. Wie das geht, findest du ganz einfach auf YouTube oder im Internet heraus. So verhinderst du auch, dass peinliche Bilder an die Öffentlichkeit geraten.
Social Media bietet nicht nur Spaß im privaten Bereich, diese Kanäle können dir auch bei deiner Berufsorientierung weiterhelfen. Neben vielen hilfreichen Gruppen, die dich auf dem Weg zum Traumberuf unterstützen, findest du hier auch interessante Unternehmen die sich und ihre Ausbildungsberufe vorstellen. Schau dir Videos von Auszubildenden an, die ihren Arbeitsalltag gefilmt haben oder höre dir Interviews an, welche Voraussetzungen du für deinen Traumberuf erfüllen musst.
Bewerbung Checkliste
https://karrierebibel.de/bewerbung-checkliste
So schreibst du einen guten Einleitungssatz
Viele Unternehmen erhalten eine Menge Bewerbungen bei einer Stellenausschreibung. Die Mitarbeiter in der Personalabteilung lesen zuerst dein Anschreiben und dann erst deinen Lebenslauf und deine Zeugnisse. Deshalb sollte das Anschreiben deiner Bewerbung gut formuliert und aussagekräftig sein, besonders aber der erste Satz. Denn dein Einleitungssatz entscheidet, ob der Personaler interessiert weiterliest oder das Anschreiben samt Lebenslauf nur überfliegt und deine Bewerbung zur Seite legt.
Was kannst du also tun, damit genau deine Bewerbung aus der Masse heraussticht?
- Schreib gleich am Anfang deiner Bewerbung, warum du und das Unternehmen gut zusammenpasst. Überlege, was du im Lebenslauf schon mitbringst, das für die Stelle wichtig ist. "In der Werkstatt meines Vaters verbringe ich fast jede freie Minute damit, an alten Motoren zu schrauben. Deshalb bringe ich nicht nur das Interesse für eine Ausbildung als KfZ-Mechatroniker mit, sondern auch Vorkenntnisse und Geschick."
- Sag gleich am Anfang, warum du diese Ausbildung oder Stelle so interessant findest. Warum bist du ein motivierter Bewerber? "Sport war schon immer meine Leidenschaft. Als aktives Mitglied im SV Musterstadt trainiere ich mit Erfolg und Spaß die Minikicker. Jetzt möchte ich mein Talent zum Beruf machen und in ihrem Fitnessclub eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann beginnen."
- Überzeuge den Personaler schon in der Einleitung der Bewerbung davon, dass das Unternehmen deine Wunschfirma ist und warum du dich dort bewirbst. "Der hervorragende Ruf Ihrer Firma und die weltweite Bekanntheit haben mich schon immer fasziniert. Daher möchte ich meine Ausbildung als … gerne bei einer der besten Firmen Europas absolvieren."
Creativ Bewerbung
Du möchtest aus der Masse herausstechen und deine Mitbewerber übertrumpfen? Hier findest du unterschiedliche Möglichkeiten.
Online Bewerbung
Viele Unternehmen bevorzugen digitale Bewerbungsunterlagen. Offensichtlich spart eine Online-Bewerbung Zeit und Geld. Sie landet unmittelbar nach dem Absenden im E-Mail-Posteingang des Personalleiters und die Materialkosten für Mappe und Papier, Umschlag und Porto entfallen komplett. Auch hier gibt es Dinge, die du beachten solltest.
Der erste Eindruck zählt.
- Auch wenn die E-Mail-Adresse der bevorzugte Kontaktweg ist: Es ist wichtig auch die Anschrift und Telefonnummer in der Online-Bewerbung anzugeben.
- Achte auf die Wirkung deiner persönlichen E-Mail-Adresse: Ein mybutterfly@xyz.de ist nicht förderlich im Bewerbungsverfahren.
- Die Online-Bewerbung bietet viel Freiraum, trotzdem ist es ratsam sich auf die Textmenge einer DIN-A4-Seite zu beschränken.
- Mitgesendete Dateianhänge dürfen oftmals die Größe von 2 MB nicht überschreiten.
- Eingebaute Fehler können schnell erkannt und behoben werden, wenn die Online-Bewerbung vorab an die eigene E-Mail-Adresse als Test verschickt und im Anschluss gründlich kontrolliert wird.
Die 10 häufigsten Fehler bei Bewerbungen
- unvorteilhaftes Foto
- Ihre und Sie kleinschreiben
- falscher Ansprechpartner
- peinliche E-Mail-Adresse
- komplizierte Schreibweise
- sich selbst übermäßig Loben
- banale Hobbys im Lebenslauf angeben
- unverständliche Abkürzungen
- Eselsohren, Flecke und Co.
- die Familie ausführlich vorstellen

